Silvestertradition


Wir essen schon seit Jahren an Silvester ein Fondue, und zwar einen asiatischen Feuertopf.

Als Behälter haben wir schon alles mögliche probiert, die ersten Jahre einen ganz normalen Fondue-Topf, aber da ist die Öffnung für die kleinen goldenen Netze zum Fischen zu eng. Also haben wir uns 2004 auf neue Pfade begeben und einen echten Feuertopf gekauft. Das Ganze hatte nur einen Nachteil: Der Feuertopf wurde mit Kohle geheizt.

 

Wir haben also draußen auf der Terrasse Kohle weißglühend vorgeheizt und dann in einer Metallschale in die Küche in den Feuertopf befördert. Das hat auch tatsächlich einigermaßen funktioniert und unsere Küche wurde nur leicht eingenebelt.

Trotzdem haben wir es vorgezogen, ein Jahr später auf Elektrik umzuzusteigen. Beim Fox-Markt haben wir schnell noch an Silvester morgens einen elektrischen Wok gekauft.

Dieses Jahr hat eine chinesische Freundin mir verraten, wie sie den Feuertopf machen. Sie benutzen dafür einen ganz normalen Kochtopf und stellen ihn auf eine mobile Herdplatte in die Mitte des Tisches.

Von dieser Freundin habe ich auch den Tipp bekommen, Tofu zu kaufen, tiefzufrieren und ebenfalls im Fondue zu verwenden. Er muss dabei mindestens fünf Minuten gekocht werden.

Nun aber zu den weiteren Zutaten:

Als Brühe wird eine leichte Hühnerbrühe verwendet. Gut schmeckt es auch, wenn man Kokosmilch hinzufügt.

Gekocht werden kann darin eigentlich alles, was man sich so vorstellen kann, hauptsache es ist klein genug geschnitten, damit die Garzeit nicht zu lang ist.

Als Fleisch eignet sich Schweinefilet, Rindersteak und Hühnerbrust. Das Fleisch wird auf asiatische Art nicht gewürfelt, sondern in dünne Scheiben geschnitten.

Koreanische Hackbällchen: Hackfleisch, Ei, Salz, Pfeffer, Sesamöl und Koriandergrün mischen und kleine Bällchen daraus formen.

Fisch: Wir haben bisher Rotbarschfilet und Lachs verwendet. Es eignen sich sicher noch mehr Sorten.

Krabben und/oder Garnelen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Im Asiamarkt bekommt man kleine Fischbällchen und falsches Krebsfleisch. Letzteres darf nicht zu lange gegart werden, da es sonst zerfällt, es ist aber sehr lecker.

Gemüse: Bambus, Sojasprossen, Chinakohl, Karotten, Rosenkohl, Zuckerschoten, Schlangenbohnen, Wasserkastanien, Gurke, Blumenkohl oder oder oder...

Und Glasnudeln passen sehr gut dazu, sie werden auch direkt in der Brühe gegart. Brot oder ähnliches braucht man daher nicht.

Als Soßen kann man alles Übliche nehmen, am besten mit einen Touch ins Asiatische. Meine Favorit ist die scharf-süße Chilisoße für Huhn, die es in jedem Asia-Markt gibt. Aber auch normale Steaksoßen kann man verwenden.


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